einführung 1- und 2-perioden-modell definition von konsum und sparen grundlegende formeln

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Soziologie des privaten Haushaltes Modelle über Entscheidungen zwischen Konsum und Sparen Bryant: The economic organization of the household – Kap. 4 Einführung 1- und 2-Perioden-Modell Definition von Konsum und Sparen Grundlegende Formeln Konsum- und Spar-Relationen Zeitliche Präferenzen und andere Motive Ressourcen-Konsum-Spar-Relation Einkommens-Hypothesen Zinsraten-Konsum-Spar-Relation Preisänderungen / Inflation Fazit SOZIOLOGIE DES PRIVATEN SOZIOLOGIE DES PRIVATEN HAUSHALTES HAUSHALTES

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Soziologie des privaten HaushaltesModelle über Entscheidungen zwischen Konsum und SparenBryant: The economic organization of the household – Kap. 4. SOZIOLOGIE DES PRIVATEN HAUSHALTES. Einführung 1- und 2-Perioden-Modell Definition von Konsum und Sparen Grundlegende Formeln - PowerPoint PPT Presentation

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Soziologie des privaten Haushaltes Modelle über Entscheidungen zwischen Konsum und Sparen Bryant: The economic organization of the household – Kap. 4

Einführung1- und 2-Perioden-ModellDefinition von Konsum und SparenGrundlegende Formeln

Konsum- und Spar-RelationenZeitliche Präferenzen und andere MotiveRessourcen-Konsum-Spar-RelationEinkommens-HypothesenZinsraten-Konsum-Spar-RelationPreisänderungen / Inflation

Fazit

SOZIOLOGIE DES PRIVATEN SOZIOLOGIE DES PRIVATEN HAUSHALTESHAUSHALTES

Soziologie des privaten Haushaltes Modelle über Entscheidungen zwischen Konsum und Sparen Bryant: The economic organization of the household – Kap. 4

1- und 2-Perioden-Modell

1-Perioden-Modell:

- HH hat keine Erinnerung und keine Voraussicht => lebt nur in Gegenwart

2-Perioden-Modell:

- besteht aus “heute“ (= laufendes Jahr) und “morgen“ (= nächstes Jahr)

- HH wird übermorgen nicht existieren und hinterlässt kein Erbe

- HH weiß heute sicher bescheid über morgige Preise, sein morgiges Einkommen und seine morgigen Präferenzen

Einführung : 1- und 2-Perioden-Modell 1

Soziologie des privaten Haushaltes Modelle über Entscheidungen zwischen Konsum und Sparen Bryant: The economic organization of the household – Kap. 4

Einführung : 1- und 2-Perioden-Modell 2

Mrd. Dollar PDI in %Jahr 1970 1980 1987 1970 1980 1987PDI 716 1918 3210 100 100 100Private Ausgaben für Konsum 640 1733 3012 89,4 90,4 93,8Private Ersparnis 58 137 104 8,1 7,1 3,2Private Schulden 17 47 92 2,4 2,5 2,9

Tabelle 4.1 Einkommen, Konsum, Sparen und Schulden in den Vereinigten Staaten: 1970 - 87

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Einführung : Definition von Konsum und Sparen 3

Definition von Konsum und Sparen

Definition: KONSUM -> bezeichnet eine Aktivität, in welcher Güter gekauft bzw. angeschafft werden zur Bedürfnissbefriedigung in der laufenden Periode.

Definition:SPAREN -> bezeichnet eine Aktivität, in welcher die Ressourcen der laufenden Periode genutzt bzw. Gespart werden zur Bedürfnissbefriedigung in der Zukunft.

Definition:ENTSPAREN -> bezeichnet den Transfer von zukünftigen Ressourcen in die Gegenwart zur Steigerung des laufenden Konsums.

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Einführung : Definition von Konsum und Sparen 4

Notation:

Cmt = maximaler Konsum in Periode t

Yt = Einkommen in Periode tAt = Nettovermögen in Periode tRt = Gesamtressourcen in Periode tBm

t = maximaler Kredit in Periode tr = Zinssatzpc = Preise für Konsumgüter

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Einführung : Grundlegende Formeln 5

Gesamtressourcenberechnung

FÜR PERIODE 1:- Gesamtressourcen => R1 = A1 + Y1 + Bm

1 , wobei

- maximaler Kredit = Einkommen der Periode 2 - Zinsen => Bm

1 + r*Bm1 = Y2 | ausklammern

Bm1 (1 + r) = Y2 | : (1 + r)

Bm1 = Y2 / (1 + r)

ODER

- maximaler Konsum in Periode 1 => R1 = pc * Cm1

Cm1 = R1 / pc

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Einführung : Grundlegende Formeln 6

Gesamtressourcenberechnung

FÜR PERIODE 2:- Gesamtressourcen => R2 = (1 + r) * (A1 + Y1) + Y2

ODER

- Gesamtressourcen in Periode 2 => R2 = pc * Cm2

- maximaler Konsum in Periode 2 => Cm2 = R2 / pc

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Einführung : Grundlegende Formeln 7

Ersparnis

- Ersparnis in Periode 1 => S1 = Y1 – C1*pc

- Möglichkeiten:

1. Fall: wenn C1 = Y1/pc , dann S1 = 0

2. Fall: wenn C1 < Y1/pc , dann S1 = positiv = Sparen

3. Fall: wenn C1 > Y1/pc , dann S1 = negativ = Entsparen

Soziologie des privaten Haushaltes Modelle über Entscheidungen zwischen Konsum und Sparen Bryant: The economic organization of the household – Kap. 4

Einführung : Grundlegende Formeln 8

Soziologie des privaten Haushaltes Modelle über Entscheidungen zwischen Konsum und Sparen Bryant: The economic organization of the household – Kap. 4

Konsum- und Spar-Relationen: Zeitliche Präferenzen und andere Motive 9

Zeitliche Präferenzen und andere Motive

3 Motive:

Ausgleich des Einkommensstroms: Einkommensstrom ist ungleichmäßig verteilt. Durch Sparen und Leihen, kann man Ressourcen zeitlich umverteilen, so dass sie dem Zeitpfad des gewünschten Konsums entsprechen.

Konsum, wenn Güter billig sind:Ressourcen werden in Perioden transferiert in denen Güter relativ billig sind (und umgekehrt).Hohe Zinsraten heute bedeuten, dass “heutiges Einkommen“ morgen mehr Güter kaufen kann als heute.

Zeitliche Präferenzen:Der Wunsch nach Umverteilung der Ressourcen unabhängig von den erwarteten Preisen, Einkommen und Zinsraten. Indifferenzkurven spiegeln dies wieder.

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Konsum- und Spar-Relationen: Zeitliche Präferenzen und andere Motive 10

Indifferenzkurven :Beschreiben alle Konsumkombinationen, zwischen denen der HH indifferent ist. Sie werden mit Un (= utility) bezeichnet. Je weiter nach oben rechts die Indifferenzkurve vom Ursprung entfernt ist, desto höher ist ihre Präferenz.

Soziologie des privaten Haushaltes Modelle über Entscheidungen zwischen Konsum und Sparen Bryant: The economic organization of the household – Kap. 4

Konsum- und Spar-Relationen: Zeitliche Präferenzen und andere Motive 11

Zeitliche Präferenzen und andere Motive

- 3 Arten von zeitlichen Präferenzen:1. gegenwartsorientierte2. zukunftsorientierte3. neutrale

- Andere Motive als Zeit Präferenzen entfallen, wenn ...... Ressourcen zeitlich gleichverteilt sind => A1 = 0 und Y1 = Y2

... Zinsraten kein Antrieb sind zu sparen oder zu leihen => r = 0... Preise keinen Anreiz bieten zu sparen oder zu leihen => p1

c = p2c = pc

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Konsum- und Spar-Relationen: Zeitliche Präferenzen und andere Motive 12

MRS (marginal rate of substitution):- Grenzrate der Substitution, ist die Rate zu der der HH bereit ist, Konsum in Jahr 1 durch Konsum in Jahr 2 zu ersetzen. Steigung der Indifferenzkurve

Soziologie des privaten Haushaltes Modelle über Entscheidungen zwischen Konsum und Sparen Bryant: The economic organization of the household – Kap. 4

Konsum- und Spar-Relationen: Zeitliche Präferenzen und andere Motive 13

Ressourcen-Konsum-Spar-Relation

Wenn Y1, Y2 oder A1 steigt und Preise und Zinsraten konstant bleiben, dann steigt auch C1.

1. Bei HH mit gleichem Y1, Y2 unterschiedlichem A1, wird HH mit geringerem A1 geringeres C1 und geringeres S1 haben, da seine Gesamtressourcen kleiner sind.

2. Steigt Y2, werden C1, C2 steigen, da Gesamtressourcen steigen. S1 sinkt, da HH seinen Konsum in Periode 1 erhöht, das Einkommen aber erst in Periode 2 steigt. Außerdem muss er in Periode 1 weniger sparen, um seinen gewünschten zukünftigen Konsum zu sichern.

3. Steigt Y1, steigen die Gesamtressourcen, daraus ergibt sich höheres C1 , C2 und höheres S1.

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Konsum- und Spar-Relationen: Einkommens-Hypothesen 14

Einkommens-Hypothesen

Permanentes (Friedman) & Lebenszyklus (Modigliani) Einkommen-Hypothese :

Theorie:- Permanentes Einkommen = Yp

Modigliani: Yp = R1(1+r)/(2+r)] Friedman: Yp = rR1

- Vorübergehendes Einkommen = Yt => Überschuß bzw. Mangel von Y1 im Vergleich zu Yp

- Yt = Y1-Yp

Yt => negativ, wenn Y1 < Yp Yt => positiv, wenn Y1 > Yp

- S1 = Sp+St

Sp = Yp-C1 => permanentes Sparen St = Yt => vorübergehendes Sparen

Soziologie des privaten Haushaltes Modelle über Entscheidungen zwischen Konsum und Sparen Bryant: The economic organization of the household – Kap. 4

Konsum- und Spar-Relationen: Einkommens-Hypothesen 15

Soziologie des privaten Haushaltes Modelle über Entscheidungen zwischen Konsum und Sparen Bryant: The economic organization of the household – Kap. 4

Konsum- und Spar-Relationen: Einkommens-Hypothesen 16

- lässt man die zeitlichen Einkommensstrukturen außerbetracht, kann man bei konstanten R, p und r sagen:1. HH konsumiert den gleichen Anteil seines Yp

2. HH spart den gleichen Anteil seines Yp

3. HH spart sein gesamtes Yt

4. es gibt 2 Komponenten beim Sparen Sp & St , zusammen ergeben sie S1 = Sp+St

Friedman:

1. kp = Konsumquote = konstanter Anteil des Kosums an Yp => C1 = kpYp

2. 1-kp = Sparquote = konstanter Anteil der Ersparnis an Yp => Sp = Yp-C1 = Yp-kpYp = (1-kp)Yp

3. St = Yt , d.h. 1Einheit mehr Yt bewirkt 1Einheiten mehr St

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Konsum- und Spar-Relationen: Einkommens-Hypothesen 17

Relatives Einkommen-Hypothese (Duesenberry)

- HH richtet sein Konsum- und Sparverhalten nicht nur nach ökonomischen, sondern auch nach sozialen Aspekten.- Er erreicht größere Befriedigung, wenn er mehr konsumieren kann als andere HH in seiner sozialen Schicht.- Permanentes und Lebenszyklus Einkommen-Hypothese = intrinsisches Verhalten der HH- Relatives Einkommen-Hypothese = interdependentes Verhalten der HH- Einkommensänderungen führen nicht zu Änderungen im Konsumverhalten, so lange sie geringfügig und von kurzer Dauer sind, d.h. erst bei einschneidenden Einkommensänderungen passt der HH seinen Konsum einem anderen Level an.- Konsumfunktion => Cs = ksYs - Konsumneigung => ks = Cs /Ys - Sparneigung => 1-ks = Ss /Ys

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Konsum- und Spar-Relationen: Einkommens-Hypothesen 18

Soziologie des privaten Haushaltes Modelle über Entscheidungen zwischen Konsum und Sparen Bryant: The economic organization of the household – Kap. 4

Konsum- und Spar-Relationen: Einkommens-Hypothesen 19

Zusammenhang permanentes / relatives Einkommen-Hypothese:

Annahme:- Relatives Einkommen-Hypothese kann als Teil der permanentes / Lebenszyklus Einkommen-Hypothese interpretiert werden.Begründung:- Permanentes / Lebenszyklus Einkommen-Hypothese setzen voraus, dass HH ihr zukünftiges Einkommen kennen. In Realität ist dies nicht möglich.- Möglichkeit: andere HH beobachten, die schon weiter im Lebenszyklus sind und eigene Erwartungen für Zukunft darauf zu stützen. Vorgehensweise ist gleichstellbar mit relatives Einkommen-Hypothese. Die Orientierung an anderen HH aus der selben sozialen Klasse ist somit eine effektive Art Informationen über die Zukunft zu sammeln.

Soziologie des privaten Haushaltes Modelle über Entscheidungen zwischen Konsum und Sparen Bryant: The economic organization of the household – Kap. 4

Konsum- und Spar-Relationen: Zinsraten-Konsum-Spar-Relation 20

Zinsraten-Konsum-Spar-Relation

- Änderung von C, S bei Änderung von r. R und p konstant

- SUBSTITUTIONSEFFEKT: Wenn r steigt wird Sparen relative gesehen zu C1 billiger. Daraus entsteht Anreiz für HH S1 auf Kosten von C1 zu erhöhen, d.h. C2 für C1 zu substitutieren. 1. S1 negativ => r↑, Kredite werden teurer => HH leiht sich weniger 2. S1 positive => r↑, S1 ist in Periode 2 mehr wert => HH spart mehr- EINKOMMENSEFFEKT: Wenn r steigt verändert sich auch das reale Einkommen. 1. S1 negativ => r↑, da leihen dadurch mehr kostet => S1↓ => Gesamtressourcen des HH↓ => C1↓ 2. S1 positive => r↑, Sparen lohnt sich mehr => S1↑ => Gesamtressourcen des HH↑ => C1↑

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Konsum- und Spar-Relationen: Zinsraten-Konsum-Spar-Relation 21

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Konsum- und Spar-Relationen: Preisänderungen / Inflation 22

Preisänderungen der Konsumgüter/ Inflation

- Änderung von C , S bei Änderung von p. R und r konstant - Inflationsrate = g*100%Annahme:- p steigt mit einer Rate von g0*100% pro Jahr, g0 > 0 Preislevel in Periode 1 = pc

=> Preislevel in Periode 2 = (1+g0)pc

- HH ändert seine Preiserwartungen auf (1+g1)pc

- Steigung der BG = - Cm2/Cm

1 = - (R2/pc)/(R1/pc) = - (1+r) wenn der HH erwartet, dass pc2 =(1+g)pc ändert sich die Steigung der BG zu => - Cm'

2/Cm1 = - [R2/(1+g)pc] / (R1/pc) = - (1+r)/(1+g)

=> je größer g desto kleiner ist die Steigung der BG => - (1+r)/(1+g) < 1+r , g > 0 d.h. desto teurer ist C2 relative zu C1

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Konsum- und Spar-Relationen: Preisänderungen / Inflation 23

Preisänderungen der Konsumgüter/ Inflation

SUBSTITUTIONSEFFEKT: Anreiz für HH C1 für C2 zu substitutieren in dem er weniger spart => C1↑ => S1↓ => C2↓ p↑, Kredite werden “billiger“; d.h. HH leiht sich heute Geld da 1Geldeinheit “viel kaufen kann“ und gibt es morgen zurück, wenn 1GE “wenig kaufen kann“.

EINKOMMENSEFFEKT: S1 positive => p↑ => relatives Einkommen ↓ => C1↓ => S1↑

GESAMTEFFEKT: Ist abhängig von den relativen Größen des Substitutions- und des Einkommenseffekts.SE > EE => S↓ und C↑SE < EE => S↑ und C↓

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FAZITFAZIT

DANKE!DANKE!

Wilfrid Keith Bryant