parkhotel igls, innsbruck, österreich

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ParkZeit Winter 2015/2016

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  • Editorial und InhaltGstemagazin Parkhotel Igls Herbst/Winter 2015/2016

    Gesund durch den WinterErfahren Sie, wie Wrme heilt, was unser Herz gesund erhlt und was Fasten mit dem Geschmackssinn zu tun hat.

  • Editorial und Inhalt

  • Editorial und Inhalt

    Inhalt

    Lieber Gast!In der kalten Jahreszeit sind die Tage krzer, die Abende

    lnger. Es ist die Zeit, in der Gesundheit und Wohlbefinden

    besonders mit Wrme in Verbindung gebracht werden.

    Eine Wrme, die Ihnen das Parkhotel Igls mit verschiedenen

    Anwendungen schenkt, wie Leberwickeln, Moor- und

    Heublumenpackungen oder einem Schiele-Kreislaufbad.

    Und mit unserer Herzlichkeit. Aber auch ein Besuch in

    der Finnischen oder Biosauna, in Dampfbad oder Infra-

    rotkabine sind in dieser Jahreszeit besonders wohltuend.

    In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen zudem unseren lang-

    jhrigen Konsiliararzt, den Kardiologen Dr. Norbert

    Schauer, vor. Gemeinsam mit unserem medizinischen

    Leiter, Dr. Peter Gartner, erklrt er, was unser Herz gesund

    erhlt, und veranschaulicht den Einfluss der Modernen

    Mayr-Medizin auf unser Herz-Kreislauf-System. Auer-

    dem zeigen wir Ihnen, welche Bedeutung dem Geschmacks-

    sinn gerade beim Fasten zukommt.

    Dies und vieles mehr finden Sie auf den nchsten Seiten.

    Wir wnschen Ihnen eine interessante Lektre und freuen

    uns auf ein Wiedersehen im Parkhotel Igls!

    Mit herzlichen Gren aus Igls

    Mag. Andrea Gngi

    4 Was das Herz gesund erhlt Bewusster Genuss statt Askese

    12 Auf den Geschmack gekommen Fasten fr die Sinne

    16 Warm ums Herz Heilende Wrme

    18 Der Diagnostik-Guide Von A wie Anamnese bis V wie Vitalblutuntersuchung

    22 Vom Kreuz mit dem Kreuz Der Bandscheibenvorfall

    24 Der Riese unter den Vgeln Zu Besuch auf der Strauenfarm

    26 Wussten Sie, dass

    27 Unser Angebot im berblick und weitere Informationen

    3

  • 4

  • Was das Herz gesund erHlt:

    BeWusster genuss statt askese

    In der westlichen Welt, vor allem in Nordamerika und

    Europa, ist der Herzinfarkt die hufigste Todesursache.

    Unser Lebensstil ist die Hauptursache fr das enorme

    Ansteigen der Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die bei

    frhzeitiger Erkennung durchaus gut behandelbar sind.

    Das Schlsselwort lautet aber Prvention darin

    sind sich unser langjhriger Konsiliararzt, Kardiologe

    Dr. Norbert Schauer, und unser Chefarzt Dr. Peter

    Gartner einig. Im ParkZeit-Gesprch erzhlen sie aus

    ihrer langjhrigen Erfahrung.

    5

  • Was das Herz gesund erhlt

    Von welchen Krankheiten sprechen wir bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen?

    Schauer: Es handelt sich um die Erkrankung der Herz-

    kranzgefe, also eine Durchblutungsstrung, wie sie in

    allen Arterien, im Hirn etwa oder in den Beinen, vorkom-

    men kann. Sie kann zum Infarkt fhren. Bei der Herz-

    schwche wird das Herz durch eine Durchblutungs-

    strung in der Pumpleistung schwcher, was gar nicht so

    selten auch durch eine Entzndung oder eine immuno-

    logische Krankheit hervorgerufen wird.

    Welche Symptome zeigen sich?

    Schauer: Schmerzen in der Brust beim Gehen, gepaart

    mit Schweiausbrchen oder Todesangst (sog. Vernich-

    tungsschmerz). Bei der Herzschwche gehren Atemnot,

    Beinschwellungen oder Beschwerden, wenn man flach

    liegt, zu den hufigen Symptomen.

    Gartner: Im Parkhotel Igls bieten wir im Rahmen des Super

    Medical Checks gezielte Untersuchungen des Herzens an.

    Bei EKG, Ergometrie (Belastungs-EKG) und Echokardio-

    graphie (Herzultraschall) messen wir die Herzleistung

    und sehen, ob weitere fachrztliche Untersuchungen

    ntig sind. Dass Gste ber Symptome klagen, kommt bei

    uns seltener vor. Meist finden wir Aufflligkeiten im Zuge

    der Erstuntersuchung.

    Schauer: Ja, die Mayr-rzte sind schon sehr hellhrig. Da

    bekomme ich gezielt Hinweise, etwa auf Herzgerusche.

    Denn neben der Technologie ist eine profunde klinische

    Untersuchung, also die Gste zu befragen, sie anzugrei-

    fen und abzuhren, eine wesentliche Diagnosegrundlage.

    Dafr nehmen sich die rzte im Parkhotel Igls Zeit.

    Gartner: Unser Alleinstellungsmerkmal ist sicher, dass wir

    alles unter einem Dach anbieten knnen. Sind darber

    hinaus noch weitere Untersuchungen notwendig, knnen

    wir diese ber unser gutes Netzwerk mit der Universitts-

    klinik Innsbruck oder Sanatorien schnell organisieren.

    6

  • Was das Herz gesund erhlt

    Wie gro sind die Heilungschancen?

    Schauer: Herzerkrankungen lassen sich heutzutage sehr

    gut heilen. Vor allem knnen wir in der Prvention

    sehr effizient vorgehen indem wir etwa Risikofaktoren

    aus schalten. Dazu gehren: Stress, Bewegungsarmut,

    hoher Blutdruck, Diabetes, Rauchen und eine genetische

    Veranlagung fr zu hohes Cholesterin (LDL-Cholesterin),

    das unseren Gefen nicht guttut. Auf keinen Fall lsst

    sich sagen, dass ein einziger Risikofaktor zum Herzinfarkt

    fhrt, die Ursachen potenzieren sich aber. Bei drei

    Faktoren habe ich also kein dreimal hheres, sondern ein

    neunfaches Risiko. Deshalb mssen wir versuchen, die

    Menschen ins Gleichgewicht zu bringen.

    Nicht unterschtzen sollte man einen mglichen negativen

    Kreislauf. Bei Stress etwa ernhrt man sich ungesund,

    isst zu viel auf einmal, zu spt, raucht zu viel, nimmt sich

    keine Zeit fr Bewegung usw. Oder jemand ist berge-

    wichtig, fhlt sich nicht wohl in seinem/ihrem Krper, hat

    keine Freude an der Bewegung, ist darber frustriert, er-

    nhrt sich erst recht falsch, entwickelt Bluthochdruck usw.

    Die Ernhrung spielt also eine groe Rolle?

    Schauer: Sie spielt eine enorme Rolle. Es ist mir wichtig

    zu betonen, dass man sich durchaus genussreich ernhren

    kann, dass aber bestimmte Grundprinzipien dazu bei-

    tragen, um Zivilisationskrankheiten zu vermeiden.

    Gartner: Hier kommt eine Mayrsche Erkenntnis ins Spiel:

    Im schulmedizinischen Bewusstsein ging es lange um

    Fette in der Ernhrung, Eiwei spielte keine Rolle.

    Dr. F. X. Mayr sah das bereits vor hundert Jahren anders,

    und heute wissen wir, dass zu viel Eiwei in der Ernh-

    rung Durchblutungsstrungen frdern kann. Da der Kr-

    per Eiwei nicht ausscheidet, baut er das Zuviel an

    Eiwei ab. Was wir Verschlackung nennen, ist wahr-

    scheinlich Eiweibestand, der, in Wasser verdnnt,

    irgendwo im Bindegewebe zwischenlagert. Das erhht

    den hydrostatischen Druck im Bindegewebe und auf

    Blutgefe, behindert die Sauerstoffzufuhr fr die

    umliegenden Organe und den Abtransport von Gift-

    stoffen. Das tgliche Steak kann zwar mager sein,

    frdert aber keineswegs die Gesundheit.

    Chefarzt Dr. Peter Gartner und Kardiologe Dr. Norbert Schauer (rechts) im Gesprch

    7

  • Was das Herz gesund erhlt

    Wie hat sich die medizinische Sicht auf Risikofaktoren in den vergangenen Jahren verndert?

    Schauer: Wir wissen heute etwa, dass sich der Cholesterin-

    spiegel nicht linear zum Essverhalten ndert. Cholesterin

    ist ein Wert, der uns genetisch aufgestempelt wird, und

    wenn jemand von Geburt an einen hohen Cholesterinwert

    hat, versucht der Krper ein Leben lang diesen Wert zu

    halten. Die Leber ist der Bildungsort von Cholesterin, das

    fr die Zellwandsynthese bentigt wird. Fhren wir uns

    weniger zu, synthetisiert die Leber

    mehr. Das schlechte Gewissen, das man

    uns deshalb eingeredet hat, ist also

    nicht gerechtfertigt.

    Gartner: Das besttigt eine aktuelle

    Metaanalyse, laut der durch eine Dit

    der Cholesterinspiegel maximal um bis

    zu 3,5 % gesenkt werden kann. Eine

    hchst wirksame Methode ist allerdings

    Trainingsmedizin.

    Schauer: Wir wissen ebenfalls um die

    Wirksamkeit der Medikamente, der Sta-

    tine, die messbar ist. Auerdem ist die

    Entstehung von Gefvernderungen

    auch ein entzndlicher Prozess, und Statine haben an-

    scheinend entzndungshemmende Wirkung. Sie wirken

    auf die Innenhaut der Gefe, verhindern also Plaqueein-

    risse, die zum Infarkt fhren.

    Gartner: Das ist der Grund, warum Leinl aufgrund seiner

    entzndungshemmenden Wirkung den LDL-Cholesterin-

    spiegel senkt. Auch beim Olivenl vermutet man diesen

    Effekt, es wirkt aber mehr gegen Herzrhythmusstrungen,

    ist blutdrucksenkend und stabilisiert die Zellmembrane.

    Gibt es Ernhrung, die dem Herzen guttut?

    Gartner: Wir empfehlen, alles zu essen, weil einseitige

    Ernhrung nicht in der Natur des Menschen liegt. Unsere

    Kernaussage lautet: Das Wie ist mindestens so wichtig

    wie das Was. Die Menschen kommen ins Parkhotel Igls,

    um das Essen neu zu lernen, um durch richtiges Kauen

    dem Vorverdauungsapparat wieder seine ursprnglich

    wichtige Funktion zu geben. Bei der Zusammensetzung

    der Nahrung empfiehlt es sich, den Teller etwas anders

    als gewohnt zu fllen: neben der groen Portion Gemse

    wenig Kohlehydrate und ein kleines Stck Fleisch, keine

    Sauce.

    Was hat die Darmttigkeit mit Herz oder Kreislauf zu tun?

    Gartner: Das Zwerchfell trennt den Bauch- vom Brust-

    raum, aber alle Organe im Bauchraum sind mit dem

    Zwerchfell und damit mit der Lunge verbunden. Wenn

    der Bauchinhalt schwer ist, beein-

    trchtigt das die Qualitt der

    Atmung. Wir behandeln den Bauch,

    damit der Mensch besser atmen

    kann.

    Schauer: Dieses Zusammenwirken

    geht s