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freistil AnsichtRosenheim
Suchtkrankenhilfe
Ambulante Dienste (AD)
Aufsuchend – Personenzentriert Alltagsbegleitung Stabilisierung durch Struktur Betreutes Einzel-/Gruppenwohnen
Nähere Informationen erhalten Sie per mail unter [email protected] oder unter Tel: 0 80 33-69 89 0. www.diakonie-rosenheim.de.
Soziotherapeutische Facheinrichtungen (STFE)
Sozialraumorientierte Suchtkrankenhilfe
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Leitartikel: “Bist Du behindert oder was?” 05
SekoRo – Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim Berichte und Artikel
Blickpunkt Auge – Rat und Hilfe bei Sehverlust 07
BRSV, Behinderten und Rehasportverein Rosenheim e. V. 09
Rosenheimer Weg gegen Vergesslichkeit 11
25 Jahre Caritas Ambulante Hilfen für Menschen mit Behinderung 12
Menschen mit seltenen Erkrankungen 14
Starke Patienten leben besser 15
Europäischer Aktionstag der Menschen mit Behinderung 16
Selbsthilfe auf den Weg in die Zukunft 17
Bewegung bei Krebs mit vierbeinigen Fitnesspartnern 18
Gesundheitliche Selbsthilfe wird gestärkt 18
Gruppenleiterforum für Selbsthilfegruppen 19
Antibiotika 21
Selbsthilfegruppen (SHG) Infos
Neue SHG Beziehungsangst 26
Einladung zur Jubiläumsfeier 10 Jahre SekoRo 29
Impressum 30
Termine 30
I n h a l t d i e s e r A u s g a b e 03
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25
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23.421 Menschen mit einer Schwerbehinderung leben in Stadt und Landkreis Rosenheim. Somit stellen sie die größte Minderheit dar. Seit 2009 gibt es die Behindertenrechtskonvention. Mit der Konvention wurde ein neuer Begriff eingeführt: Inklusion. Was heißt Inklusion?
Inklusion bedeutet, alle Menschen sind von Anfang an ein Teil der Gesellschaft. Das heißt, Unterschiede als Normalität und Teil der menschlichen Vielfalt zu begreifen. Menschen mit Behinderung gehören selbstverständlich und von Anfang an dazu!
Doch wie sieht die gesellschaftliche Veränderung bei uns in Rosenheim aus? Bei den Menschen mit Behinderung steht oft die Behinderung sehr stark im Vordergrund. Aber die Menschen wollen in erster Linie als Mensch gesehen werden und nicht als Behinderter. Ein junger Mann hat mal zu mir gesagt: „Du,
ich habe das Down Syndrom, aber sonst bin ich ganz normal.“
Dieses „Normalsein“ erlebe ich im Alltag leider noch nicht oft. Eher erlebe ich, dass Menschen mit Behinderung komisch angeschaut werden. Dass viele nicht wissen, wie sie reagieren sollen. Ich denke, die Inklusion ist in der Gesellschaft noch lange nicht angekommen. Wir sind zwar schon ein Stück vorange- kommen, haben aber noch einen langen Weg vor uns.
Auf diesem Weg leisten die Selbsthilfegruppen einen wichtigen Beitrag: Sie geben Mut, stärken das Selbstbewusstsein, sie signalisieren: „Du bist mit deinem Problem nicht allei- ne“ und sie sind auch Sprachrohr hinaus in die Gesellschaft. Denn nur wenn wir eine inklusive Gesellschaft vor Augen haben, wird sich die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Behinderung maßgeblich verbessern. Und dafür setze ich mich ein.
Herzlichst Ihre Christine Mayer
Zum 1. Januar 2015 sind wir vom Kreistag als Beauftragte für Menschen mit Behinderung für den Landkreis Rosenheim berufen worden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden (Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art. 3 Absatz 2 Satz 2)
Dieser Satz ist die Leitlinie für unsere Arbeit. Unser Ziel ist, die Eingliederung von Menschen mit Behin- derung in allen Bereichen der Gesellschaft zu erleichtern und zu fördern und ihnen dadurch ein selbstbe- stimmtes Leben zu ermöglichen.
Selbsthilfegruppen sind eine wichtige Grundlage für die Kommunikation der Betroffenen untereinander. Bei der Feststellung einer Erkrankung oder Behinderung ist der Austausch mit anderen Betroffenen oft eine große Hilfe. Man kann von den Erfahrungen anderer profitieren, findet Unterstützung bei grundlegenden Problemen und deren Bewältigung in dieser besonderen Situation.
Vor allem ist der Einzelne in der Gruppe nicht nur Hilfesuchender. Er ist zugleich auch Helfer und Unter- stützer für die anderen Gruppenmitglieder, denn „gemeinsam sind wir stark“.
Ihre Christiane Grotz und Irene Oberst
Behindertenbeauftragte Landkreis Rosenheim Christiane Grotz (links), 0176 22327356, [email protected] Irene Oberst (rechts), 0179 1378831, [email protected]
L i e b e L e s e r i n n e n , l i e b e L e s e r
05L e i t a r t i k e l : „ B i s t d u b e h i n d e r t o d e r w a s ? “
Was auf deutschen Schulhöfen aus Dummheit gern als Beleidigung genutzt wird, ist fur andere ein sehr ernstes und leidvolles Thema. Aber wie genau definiert sich der Begriff „Behinderung“ eigentlich?
„Behindert“, „besonders befähigt“, „anders begabt“… was darf man sagen und was gilt als beleidigend? Seit der Begriff „behindert“ von Teenagern als Schimpfwort missbraucht wird, ist er stark in Verruf geraten. Dies ist allerdings Unsinn, da diese Bezeichnung auf vielfältige, auch nicht diskriminie- rende Arten gelesen werden kann. Im Gegenteil, es deutet an, dass es auf die Umwelt ankommt, denn eine nicht barrie- refreie Umwelt ist es, die behindert – behindert ist man nicht, behindert wird man. Gern werden auch Bezeichnungen wie „Kruppel“ oder „Spasti“ verwendet, während andere Leute wiederum behaupten, diese Personen seien die „besseren Menschen“. Tatsache ist, dass das eine beleidigend und das andere ubertrieben ist. Es sind einfach nur Menschen, die von Geburt an, aufgrund eines Unfalls oder einer sonstigen Ursache in ihrem täglichen Leben beeinträchtigt sind. Doch was genau ist Behinderung eigentlich?
Die meisten haben bei diesem Begriff zunächst jemandem im Rollstuhl vor Augen oder auch einen Blinden. Was vielen jedoch nicht klar zu sein scheint, ist dass man nicht jede Art von Behinderung eines Menschen auf den ersten Blick erkennen kann. So ist beispielsweise eine Lernbehinderung
oder psychische Behinderung nicht offensichtlich. In Deutschland wird der Begriff „Behinderung“ in weitere Untergruppen wie geistige Behinderung, Hörschädigung, Körperbehinderung, Mehrfachbehinderung, Schwerbehin- derung, Schwerstbehinderung, Sehschädigung, Sprach- behinderung und Verhaltensstörung differenziert. Doch das beantwortet noch immer nicht die Frage, was Behinderung eigentlich ist. Während das Bundessozialhilfegesetz sich nur auf die Schädigungen bezieht, unterscheidet Ulrich Bleidick, Hochschullehrer im Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg, zwischen einer Schädigung und der daraus resultierenden gesellschaftlichen Beeinträchti- gung. „Als behindert gelten Personen, welche infolge einer Schädigung ihrer körperlichen, seelischen oder geistigen Funktionen soweit beeinträchtigt sind, dass ihre unmittelba- ren Lebensverrichtungen oder die Teilnahme am Leben der Gesellschaft erschwert wird“, so Bleidick. In der Medizin gibt es keine eindeutige Definition. Die Bundesarbeitsgemein- schaft fur Rehabilitation formuliert es folgendermaßen: „Es handelt sich hier um einen im anatomisch-physiologischen Bereich anzusiedelnden, vielschichtigen und gegen die ver- schiedenen benachbarten Bereiche nicht immer leicht abzu- grenzenden Sammelbegriff. Zu der Feststellung dieser rela- tiven Unschärfe des Begriffs ‚Behinderung‘ kommt die Tatsache hinzu, dass der Terminus nicht ausreicht, um die Gesamtheit der hier angegebenen Sachverhalte zu erfassen und die verschiedenen Ebenen aufzuzeigen, in denen ‚Be- hinderung‘ wirksam wird.“ Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass der Begriff „Behinderung“ sehr komplex ist und häufig nur zur Vereinfachung dient.
In der Stadt Rosenheim leben etwa 6000 Menschen, bei denen ein amtlicher Grad der Behinderung festgestellt wurde. Laut Auskunft des Statistischen Bundesamts lebten im Dezember 2011 ca. 7,3 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland. Davon wurden 83 Prozent der Behinderungen aufgrund von Krankheiten verursacht. In Bayern litten zu diesem Zeitpunkt etwa 8,8 Prozent der Bevölkerung an einer Schwerbehinderung.
Kleiner Knigge im Umgang mit Menschen mit Behinderung
Nicht jeder Mensch mit einer Behinderung möchte oder benötigt Hilfe. Aus diesem Grund sollte man zunächst fra- gen, ob derjenige Hilfe möchte und auch „Nein Danke“ als Antwort akzeptieren. Dies betrifft vor allem Rollstuhlfahrer. Man sollte niemandem in einem Rollstuhl herumfahren, wenn man nicht zuvor darum gebeten wurde. Zudem sollte man sich bücken, wenn man ein Gespräch beginnen möch- te, um auf Augenhöhe zu sein, sich dabei aber keinesfalls auf den Rollstuhl lehnen, sondern den „Wohlfühlbereich“ der gehbehinderten Person respektieren.
Spricht man mit einem Hörgeschädigten, so sollte man sicher stellen, dass derjenige die eigene Mimik und die Lippen gut sehen kann. Dabei ist es wichtig, deutlich und in normaler Lautstärke zu sprechen. Empfehlenswert ist es natürlich auch, sich mithilfe von Papier und Stift gegenseitig zu verständigen. Im Umgang mit sehbehinderten Menschen ist es höflich, sich erst zu identifizieren. Wenn man Wege oder Richtungen erklärt, machen Handgesten wenig Sinn. Besser ist es, räumliche Hinweise wie „auf der rechten oder linken Seite“ zu verwenden. Blindenhunde dürfen weder angefasst, angesprochen noch gefüttert werden, da es sich hierbei um Arbeitstiere handelt, welche nicht von ihrer Aufgabe abgelenkt werden dürfen.
Die Stressgrenze von Menschen mit Demenz oder psychi- schen Erkrankungen ist herabgesetzt. Aus diesem Grund ist es wichtig, im Umgang mit ihnen stets die Ruhe zu bewah- ren und sie aus möglichen Stresssituationen herauszuholen. Vor allem Hektik, Reizüberflutung und Menschenmassen können schnell zur Überforderung werden und Panik bzw. Angstzustände auslösen. Empfehlenswert ist es, die Person aus dem Brennpunkt in eine beruhigte Zone zu bringen und sich dabei ruhig, diskret und diplomatisch zu verhalten. Falls
eine Begleitperson dabei ist, ist diese für etwas Unter- stützung sicher dankbar. Aber auch hier sollte man nieman- dem seine Hilfe aufdrängen, sondern erst fragen.
Zusammenfassend sollte man sich einfach natürlich im Umgang mit gehandicapten Menschen verhalten. Es muss einem nicht peinlich sein, wenn man zu einem Blinden „wir sehen uns später“ sagt. Und wie bereits erwähnt, darf man jemandem seine Hilfe anbieten, aber keinesfalls aufdrängen.
Julia Schuster, Mediengestalterin
Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes
Kurzbeschreibung Jojo Moyes thematisiert in ihrem Roman „Ein ganzes halbes Jahr“ auf sehr emotionale Weise die Geschichte zweier junger Menschen, von denen einer aufgrund eines schweren Unfalls an Tetraplegie, einer Form der Querschnittslähmung, leidet. Als Louisa Clark ihren Job verliert, tritt sie eher widerwillig die Stelle als Pflegekraft fur Will Traynor an, insbesondere da sich dieser ihr gegenuber zunächst sehr ablehnend verhält. Doch sie bleibt stark und lässt sich nicht entmutigen. Mit der Zeit entwickeln die beiden eine enge Freundschaft. Louisa versucht, Will trotz seiner Behinderung wieder am Leben teilhaben zu lassen. Schließlich verlieben sie sich sogar ineinander. Doch ihre gemeinsame Zeit ist begrenzt – auf ein ganzes halbes Jahr.
Rowohlt, ISBN: 978 3 499 267031 14,99 €
07S e k o R o B e r i c h t e u n d
Lässt das Sehvermögen infolge einer ernsthaften Augenerkrankung spürbar nach, stehen Betroffene und ihre Angehörigen vor einer ganz neuen
Lebenssituation. Oft suchen sie zuerst nach Informa- tionen über ihre Erkrankung und Behandlungsmöglich- keiten. Daneben sind viele Fragen zum Leben mit einer Sehbeeinträchtigung zu beantworten. In Bayern leben nach den statistischen Angaben des Zentrums Bayern Familie und Soziales (ZBFS) über 76.000 Menschen mit Seheinschränkung. Davon sind ca. 14.000 blind im Sinne des Gesetzes und ca. 6.000 Personen hochgradig sehbehindert. Trotz des medizinischen Fortschritts ist vor allem durch altersbedingte Erkrankungen mit einem Anstieg der Zahl sehbehinderter Menschen zu rechnen.
Unsere Selbsthilfeorganisation Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) e. V., ist die Selbsthilfeorganisation der blinden und sehbe- hinderten Menschen in Bayern. Er vertritt ihre Interessen und informiert, berät und unterstützt blinde und sehbehinder- te Menschen, sowie Augenpatienten und ihre Angehörigen unabhängig und kostenfrei.
Unsere Dienste und Angebote Die Fachdienste des BBSB, sowie Beratungs- und Hilfs- angebote stehen blinden, sehbehinderten und zusätzlich gehandikapten Menschen, sowie Augenpatienten, ebenso zur Verfügung wie deren Angehörigen und Personen, die beruflich oder im privaten Umfeld Berührungspunkte mit dem Thema Blindheit bzw. Sehbehinderung haben. Die Dienste und Angebote erstrecken sich über unterschied- liche Bereiche:
Blickpunkt Auge – Beratungsstelle Rosenheim
Erste Blickpunkt Auge-Beratungsstelle des BBSB e. V. in Rosenheim eröffnet! Der Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund e. V. (BBSB) weitet sein Angebot für Augenpatienten aus Die Beratungsstelle Rosenheim des (BBSB e. V. ist von der Innstr. 43 in die Luitpoldstr. 5. umgezogen. In unserer „Blickpunkt Auge“ Beratungsstelle können sich alle Interessierten über Blindheit, Sehbehinderung, Mehr- fachbehinderung, sowie über die Dienste und Angebote des BBSB informieren.
Ihre Augen machen Probleme?
• Sie haben eine Augenerkrankung, z. B. Makula-Degeneration, Glaukom (Grüner Star) oder eine Diabetische Netzhauterkrankung?
• Sie können nicht mehr wie gewohnt lesen oder fernse- hen?
• Sie gehen nur noch ungern allein aus dem Haus? • Sie finden sich in fremder Umgebung nicht mehr gut
zurecht? • Sie erkennen Bekannte auf der Straße kaum noch? • Sie haben Probleme im Beruf? • Sie fragen sich, wie es weitergehen soll?
Dann wenden Sie sich an uns! Wir haben Zeit für Sie, hören zu und suchen gemeinsam nach Wegen. Wir möchten Ihnen Mut machen und ganz konkret helfen. Wir informieren und beraten zu Themen wie
• Augenerkrankungen • optische und weitere Hilfsmittel • rechtliche und finanzielle Ansprüche • Tipps und Hilfen für den Alltag • Beleuchtung und Sehen • Berufstätigkeit trotz Sehbeeinträchtigung
Wir ermöglichen Ihnen den Austausch mit anderen Betrof- fenen. Wir bieten Ihnen Orientierung und Überblick bei Zuständig- keiten, Leistungen und Angeboten. Unsere Beratung ersetzt jedoch nicht den Weg zum Augenarzt.
Auch Angehörige haben Fragen: Die Erkrankung eines Familienmitglieds bringt auch für An- gehörige zahlreiche Probleme mit sich. Sie fragen sich, • wie Sie die neue Situation bewältigen können, • wie Sie unterstützen sollen oder • wer Ihnen zur Seite steht?
Blinden- und Sehbehindertenberater Das Betreuungsgebiet der Bezirksgruppe Oberbayern- Rosenheim des BBSB e. V. umfasst die kreisfreie Stadt Rosenheim, sowie die Landkreise Rosenheim, Miesbach, Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf. Auch hier sind wir durch qualifizierte, selbstbetroffene Blinden- und Sehbehindertenberater präsent. Wir besuchen auf Wunsch Betroffene in ihrem persönlichen Umfeld und halten zu ihnen, soweit gewünscht, telefonischen Kontakt. Wir bieten regelmäßige monatliche Treffen und Stammtische auf Landkreisebene, bei denen die Möglichkeit zum Informations-, Erfahrungs- und Gedankenaustausch be- steht.
Blickpunkt Auge – Rat und Hilfe bei Sehverlust Ein Angebot des BBSB e. V. (Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund)
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Rosenheim
Fachambulanz für Suchter- krankungen
H ilf
e! Kufsteiner Str. 55 83022 Rosenheim Tel.: 08031 356 28-0 Fax: 08031 356 28-16
Orientierungsgruppen der Fachambulanz
Rosenheim – Fachambulanz 1. und 3. Dienstag des Monats 18.00 Uhr (für verkehrs- auffällige Fahrer – Alkohol/Drogen/Punkte) Dienstag 18.00 Uhr Mittwoch 18.00 Uhr Donnerstag 10.00 Uhr Donnerstag 17.30 – 18.30 Uhr (offene Sprechstunde für junge Erwachsene bis 24 Jahre) Kufsteiner Str. 55, 2. Stock
Rosenheim – RoMed Klinikum Mittwoch 12.30 Uhr, Pettenkoferstr. 10, Haus 4, 1. Stock
Wasserburg – Fachambulanz Montag 18.00 Uhr, Kaspar-Aiblinger-Platz 24 Freitag 10.00 Uhr, RoMed Klinikum Wasserburg, Krankenhaus Straße 2
Bad Aibling – RoMed Klinikum Dienstag 18.00 Uhr, Harthauser Str. 6
Prien – RoMed Klinikum Donnerstag 18.00 Uhr, Harrasser Str. 61
Kostenlos und ohne Voranmeldung
S e k o R o B e r i c h t e u n d08
Ambulanter Sozialer Rehabilitationsfachdienst Unserer Bezirksgruppe gehört ein Rehabilitationsdienst an. Die speziell qualifizierte Fachkraft berät und motiviert von Blindheit oder Sehbehinderung betroffene Menschen zur Rehabilitation; er vermittelt blinden, sehbehinderten und zusätzlich gehandikapten Menschen Lebenspraktische Fähigkeiten und Grundkenntnisse in Orientierung und Mobilität. In diesen individuellen Schulungen fördert er damit ein Höchstmaß an Selbstständigkeit. Der Rehabilitations- lehrer für blinde und sehbehinderte Menschen kommt in die häusliche Umgebung der Betroffenen (Wohnung, Heim, etc.) und vermittelt Tipps und Tricks im Bereich Lebenspraktische Fähigkeiten (z. B. Einschenken von Getränken, Zubereitung von Speisen, Essenstechniken, Sortieren von Wäsche, Be- dienung unterschiedlicher Geräte, etc.). Für sehbehinderte Menschen wird eine Low-Vision-Beratung und ein entspre- chendes Training angeboten. In diesem lernen sie, mit ver- größernden Sehhilfen zu arbeiten, sowie einzuschätzen, welche Beleuchtung und welche Kontraste für sie am besten geeignet sind.
Hilfsmittelberatung In unserer Beratungsstelle in Rosenheim können kleine Alltagshilfen, wie z. B. sprechende Uhren, Wecker, Küchen- und Personenwaagen, sowie Armbinden, Plaketten u. v. m. gezeigt und erworben werden. In der Landesgeschäftsstelle in München gibt es eine große Hilfsmittelberatungsstelle. Dort erhalten Interessierte Infor- mationen über die unterschiedlichen Hilfsmittel und können diese ausprobieren. Gezeigt werden Telefone mit großen Tasten, wie auch vergrößernde Sehhilfen, Bildschirmlese- geräte, PC-Arbeitsplatzausstattungen und vieles mehr.
Sozialabteilungen Oberbayern Der Fachberater der Sozialabteilung Oberbayern berät, begleitet und unterstützt Ratsuchende, wenn nötig bis hin zur Rechtsvertretung, bei der Durchsetzung sozialrechtlicher Ansprüche. Blinde und sehbehinderte Mitglieder erhalten Unterstützung bei der Beantragung von Nachteilsaus- gleichen (Schwerbehindertenausweis, Blindengeld), Hilfs- mitteln, Blindenführhunden, sowie Informationen in Renten- und Sozialhilfeangelegenheiten, etc.
Barrierefreiheit Barrierefreiheit für blinde und sehbehinderte Menschen ist noch keine Selbstverständlichkeit in unserer Gesellschaft. Der BBSB sieht die umfassende Herstellung von Barriere- freiheit für blinde und sehbehinderte Menschen als ein zen- trales Ziel an und wirkt, mit fachlicher Unterstützung an der Umsetzung dieses Ziels aktiv mit. Bahnhöfe erhalten Leit- systeme, Lichtsignalanlagen werden mit Zusatzeinrichtun- gen für blinde und sehbehinderte Personen ausgestattet und Aufzüge erhalten Sprachausgaben und mit taktiler (Pyramiden-) sowie in Brailleschrift beschriftete Taster.
Blinde und sehbehinderte Berater in Sachen Barrierefreiheit in Umwelt und Verkehr werden hierzu vom BBSB qualifiziert um diese Aufgabe erfüllen zu können.
Brigitte Lindmeier, Blickpunkt Auge-Beratungsstelle Rosenheim
Wir sind da, um zu helfen! Sie haben Fragen oder möchten einen Termin vereinba- ren? So erreichen Sie uns: Blickpunkt Auge, Beratungsstelle Rosenheim Luitpoldstraße 5, 83022 Rosenheim Telefon: 08031-32555, Fax: 08031-32688 E-Mail: [email protected] www.bbsb.org/bbsb/bezirksgruppen/oberbayern-rosenheim
Leitung der Blickpunkt Auge-Beratungsstelle Rosenheim: Brigitte Lindmeier
Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9 – 12 Uhr, Mi und Do 13 – 16 Uhr
D er BRSV sieht sich als Bindeglied zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen und als speziell ausgebildeten Sportverein für
behinderte Menschen. Dem Sportverein liegen auch die Kinder und Jugend- lichen mit körperlicher Behinderung am Herzen und er führt Sportstunden zum Toben, Lachen, Lernen und Spaß haben durch. Er sieht sich als Ansprechpartner für Ferienfreizeit, Wochen-Schnupperkurs, Trainingstage und Vermittler für Kader- und Leistungssport. Er schafft Kontakte für Menschen aller Altersstufen und Behinderungsarten, bietet Rehabilitationssport an, welcher vom Arzt verord- net und mit der Krankenkasse abgerechnet wird.
Vor über 60 Jahren schlossen sich einige sportinteressierte Kriegsversehrte zusammen und schufen für sich und viele andere eine Möglichkeit, durch Sport und Spiel einen Ausgleich zu erreichen. Unterstützt durch den VdK Rosen- heim und dem ESV Rosenheim wurde wenige Monate spä- ter ein Verein gegründet. Damals noch der Versehrten- sportverein VSV Rosenheim, mit den Sportarten: Leicht- athletik, Gymnastik und im Winter Skilaufen mit Rennveran- staltungen. Internationale Erfolge blieben nicht aus, somit wurde der Verein über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt. Im Jahre 1959 löste sich der Verein vom ESV Rosenheim ab und war nun als eigenständiger Sportverein unter dem Dachverband (BVS-Bayern) Behinderten und Rehabilita- tions-Sportverband Bayern e. V. eingetragen.
Der BRSV Rosenheim Behinderten und Rehasportverein Rosenheim e. V.
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In den 80er- Jahren vergrößerte sich der Verein durch ein- satzfreudige Übungsleiter - weitere Sportangebote kamen dazu oder wurden ausgebaut. Die Ausbildung der Übungsleiter veränderte sich, damit die Gymnastikstunden spezifisch auf bestimmte Krankheits- bilder zugeschnitten werden konnten. So wurde dem Generationswechel bzw. dem Rückgang der Zahl der Kriegsversehrte im Jahre 1991 Rechnung getragen. 1993 wurde das Angebot wieder erweitert, denn die beste- henden Sportarten Skigymnastik, Ski- und Langlauf, Seniorenwandern, Tennis, Tischtennis, Sitzball, Federball, Sportkegeln, Leichtathletik waren alle gut besucht und der Ruf nach „Gesundheitsgymnastik“ wurde immer lauter. Mit den Angeboten Wassergymnastik, Schwimmen und diverse Gymnastikangebote wurde man diesem Ruf gerecht. Zudem sind die Übungsleiter in verschiedenen Sparten ausgebildet worden, wie z. B. Wirbelsäulengymnastik oder Osteoporose- gymnastik.
Die 1997 ins Leben gerufene und damit jüngste Einheit im Verein ist die Kinderabteilung, die sich einer wachsenden Beliebtheit erfreut. Mit der Gruppe „Psychomotorik für Kinder mit und ohne Behinderung“ ist der BRSV bayernweit der ein- zige Verein, der eine Gruppe zu psychomotorischen Übungsbehandlungen anbietet. Es wurde eine Ballsportgruppe für Kinder / Jugendliche ins Leben gerufen. Hier spielen, toben und kicken Kinder mit körperlichen und / oder geistigen Behinderungen. Immer wieder fährt die Mannschaft auf Fußballturniere oder Inklusionsveranstaltungen im näheren Umkreis. Fröhliche und lachende Gesichter kehren zufrieden am Abend zurück.
1999 führte der BVSV die Kursteilnehmerkarten (Zehner- karten) ein, um interessierten Behinderten und Nichtbehin- derten die Möglichkeit zu bieten, an einzelnen Übungsstun- den teilzunehmen. Dies war besonders in den Gymnastik- stunden ein voller Erfolg. Es war ein richtiges Glück dass der Verein sehr kompetente und engagierte Übungsleiter fand, die sich für diese neue Übungsleiterausbildung interessier- ten.
2003 änderte die Vorstandschaft den Vereinsnamen in den Behinderten- und Rehsportverein Rosenheim e.V. (BRSV).
Der Rehabilitationssport kann mit der Krankenkasse abge- rechnet werden. Voraussetzung ist allerdings eine ärztliche Verordnung der Teilnehmer, damit sie ohne weitere Zusatz- kosten am Angebot des Reha-Sports teilnehmen können. Das ist eine wunderbare Sache, wenn man z. B. aus der Kur oder von der Rehaeinrichtung zurück nach Hause kommt und noch nicht wieder ganz „hergestellt“ ist. Nun hat man die Möglichkeit bis zu 1 ½ Jahren…