austria - album : das philateliemagazin der österreichischen post

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April 2013 - german

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  • A L B U MDAS PHILATELIEMAGAZIN DER STERREICHISCHEN POST AG

    APRIL 2013

    KLANGVOLLSEINEN FARBENREICHEN KLANG LSST ES SICH NUR VON WAHREN MEISTERN ENTLOCKEN: DER NEUE WERT AUS DER BELIEBTEN SERIE MUSIKINSTRUMENTE THEMATISIERT DAS WIENER HORN.

    Nur wenige hochkartige Ensembles wie zum Beispiel die Wiener Philharmoniker bringen das Wiener Horn in der heutigen Orchesterpraxis noch zum Einsatz, gilt es doch als ausgesprochen schwierig zu spielen, da es hinsichtlich der Tonerzeugung weniger treffsicher ist und daher dem Musiker ein hohes Ma an Kunstfertigkeit

    abverlangt. Als Vater des Wiener Horns ging der Instrumentenbauer Leopold Uhlmann (18061878) in die Musikge-schichte ein; um 1830 konstruierte er die charakteristischen Pumpenventile, welche damals auch Stechbchsenventile genannt wurden.

    Was aber macht das Wiener Horn nun zu so einem besonderen Instrument? Die klanglichen Spezifika resultieren, wie Prof. Gregor Widholm, Leiter des Instituts fr Wiener Klangstil, erlutert, aus der speziellen Bauart. So frdert die enge Mensur den teiltonreichen Klang, die Rohrlnge sie betrgt vom Mundstck bis zum Schalltrichterende unglaubliche 3,7 Meter beeinflusst hingegen den Energiebedarf, die Treffsicherheit und indirekt so ebenfalls den Klang. Aufgrund des hheren Energiebedarfs beanspruchen Stellen mit vielen Staccato-Noten einen Spieler des Wiener Horns in ganz besonderem Mae. In hheren Tonlagen muss die Lippenspannung exakter als bei anderen Hrnern abgestimmt wer-den, um nicht irrtmlich auf einer benachbarten Spitze zu landen. Das Spiel in diesen Lagen erfordert also am Wiener Horn mehr Konzentration und eine gewandtere Feinmotorik. Die Doppelpumpenventile ermglichen indes flieende Tonbergnge, machen es aber schwierig, bei schnellen legato-Folgen die Tne sauber klingen zu lassen; diese kn-nen leicht verschwommen wirken. Grundstzlich gilt: Auf dem Wiener Horn lassen sich gebundene Tne weicher ar-tikulieren und die Klangfarbe des Instrumentes kann rascher verndert werden damit hat der Musiker entsprechende Mglichkeiten zu einem beraus varianten- und tonreichen Ausdruck; fortissimo gespielt berlagern Wiener Hrner zudem den Orchesterklang weniger stark als Doppelhrner.

    Zauberhafte Klnge aus dem Wiener Horn:Einer der schnsten Anfnge der Musikgeschichte: Wenn die vierte Sinfonie von Bruckner mit dem Horn-Solo einsetzt, fhlt man sich sofort in eine Mrchenwelt versetzt.

    Sondermarke Wiener Horn aus der Serie Musikinstrumente: Nennwert 0,90 , Ersttag 15.4.2013, Entwurf: Maria Schulz, Druck: OeSD, Auage: 250.000 Stck.

  • II ALBUM APRIL 2013

    Herausgeber: sterreichische Post AG, Philatelie, 1030 Wien, Haidingergasse 1

    Chefredaktion: Thomas Rieger Tel. 057767 21627, E-Mail: [email protected]

    Layout: Verlag Pollischansky

    www.verlag-pollischansky.at

    Druck: Niedersterreichisches Pressehaus, St. Plten

    Sammler-Service Steinheilgasse 1, 1210 Wien

    Gratis-Hotline innerhalb sterreichs: 0800 100 197Tel. 057767 95095 (auerhalb sterreichs: 0043 57767 95095)Fax: 057767 95195 (auerhalb sterreichs: 0043 57767 95195)E-Mail: [email protected]

    Zentrale Stempelstelle Philatelie Sonderpostamt 1010 WienFleischmarkt 19, 1010 Wien

    Tel. 057767 33600

    E-Mail: [email protected]

    www.post.at w www.post.at/philatelie

    IMPRESSUM

    EDITORIAL

    Diese drei Schlagworte stehen als Leistungsversprechen fr den Bereich Endkundenservice, den ich mit 1. Februar dieses Jahres in leitender Verantwortung bernommen habe. Die Wichtigkeit dieses Versprechens wird noch deutlicher durch die direkte Verantwortung im Vorstandsteam von Generaldirektor Dr. Georg Plzl.

    Aus vielen Gesprchen mit Sammlern und Postkunden wei ich, wie sehr wir noch gefordert sind, diesem Versprechen gerecht zu werden. Zu oft dominieren Themen wie Personalengpsse, lange Wartezeiten oder mangelndes Verstndnis fr Kundenwnsche nach wie vor den Postalltag. Die gute Nachricht ist, dass wir mit neuen, innovativen Service-Angeboten wie Selbstbedienungs-Zonen (Frankierautomat, Post-Abgabebox usw.), aber auch mit Online-Diensten wie Nachsendeauftrag, Wunschliale oder Urlaubsfach schrittweise dem Ziel einer modernen und vor allem kundenorientierten Dienstleistungsorganisation nahe kommen.

    Es muss uns gelingen, die einfachen und tglichen postalischen Transaktionen wie Post aufgeben und abholen im Sinne der Kunden, aber auch im Sinne eines wirtschaftlichen Handelns mglichst zu vereinfachen und zu automatisieren. Wenige wrden zum Beispiel heute noch ihr Bargeld am Bankschalter beheben, Bankomat und Online-Banking haben diese Funktion bernommen. Im Gegensatz zu vielen Banken wollen wir bei der Post aber keinesfalls zum reinen virtuellen Service-Anbieter werden. Das klare Ziel ist, dass sich die vielen kompetenten und eiigen Mitarbeiter in den Postlialen wieder um Sie als Kunden mit Rat und Tat kmmern knnen und auch gengend Zeit haben, eine entsprechende Verkaufsberatung, z.B. fr Philatelie-Produkte, Telekommunikation oder Post-Handelswaren, zu leisten.

    Mir ist bewusst, dass das alles nicht von heute auf morgen gehen wird, aber ich verspreche Ihnen, mich mit aller Kraft fr maximale Kundenorientierung, auch und besonders im Sinne unserer treuen Philatelie-Kunden, einzu-setzen. Auch Sie quasi als Stammkunden der Post knnen mich untersttzen, indem Sie aktiv unsere neuen Service-Angebote wie Automaten und Online-Postdienste nutzen und diese auch in Ihrem Umfeld bekannt machen.

    Jeder neue Weg beginnt mit kleinen ersten Schritten. Ich lade Sie ein, uns zu begleiten!

    Beste Gre, Ihr

    Zuverlssigkeit, Vertraulichkeit und Effizienz

    Ing. Jrg PribilLeiter Philatelie & MarkenLeiter Bereich Endkunden-Initiativen & Servicesterreichische Post AG

  • Bis zurck zur Zeit der Rmer reicht indes die Geschichte von Laibach, wo sich an der Stelle des heutigen Ljubl-jana eine Siedlung namens Emona befand; die Stadt selbst wurde im Zuge der Ostkolonisation von Siedlern aus dem Herzogtum Bayern gegrndet. Seit dem Hochmittelalter war Ljubljana Hauptstadt des Herzogtums Krain,

    1276 kam die Stadt gemeinsam mit dem Herzogtum an die Habsburger, von 1809 bis 1813 war sie Hauptstadt der Illyrischen Provinzen Frankreichs. Die Bevlkerung bestand seit frhester Zeit vorwiegend aus Deutschsprachigen; nach 1848 war Ljubljana stets ein kulturelles Zentrum der Slowenen.

    Vor dem Ersten Weltkrieg war Laibach eine sterreichisch-Ungarische Garnisonsstadt, im Jahre 1914 waren hier mehrere wichtige k. u. k. Infanterie-Regimenter stationiert. Nach dem Krieg wurde die Stadt Teil des neu gegrndeten Knigreichs der Serben, Kroaten und Slowenen; 1929 wurde Laibach Hauptstadt der Drau-Banschaft im Knigreich Jugosla-wien. Unterbrochen war die Zugehrigkeit whrend des Zweiten Weltkriegs nur durch eine kurze Mitgliedschaft zu Italien mit einem ehemaligen jugoslawischen General als Brger-meister. Der Groteil der Laibacher Deutschen wurde im Winter 1941/42 aufgrund eines Abkommens zwischen Hitler und Mussolini ins Grodeutsche Reich umgesiedelt; nach der Kapitulation Italiens im September 1943 ging die Stadt in deutsche Kontrolle ber, am 9. Mai 1945 erfolgte schlielich die formale Auflsung der Provincia di Lubiana. 1945 wur-den die verbliebenen Laibacher Deutschen ebenso wie alle anderen Deutschsprachigen Sloweniens vertrieben, zahlreiche Menschen wurden gettet. Im gleichen Jahr wurde

    Ljubljana Hauptstadt von Slowenien in der Fderativen Volksrepublik Jugoslawien, 1991 feierte man schlielich in der ganzen Stadt die neue Unabhngigkeit des Staates Slowenien. Das Markenbild zeigt den eleganten Preerenplatz in einer Ansicht um 1916, im Hintergrund thront majesttisch das Wahrzeichen der Stadt, die Burg von Laibach.

    brigens: Beide Neuausgaben haben am Tag der offenen Tr im Verband der sterreichischen Philatelistenvereine (VPh) ihren Ersttag! Siehe auch Seite 8 und 9.

    APRIL 2013 ALBUM III

    FOKUS SLOWENIENZWEI NEUE SONDERMARKEN THEMATISIEREN IM APRIL UNSER KLEINES NACHBARLAND IM SDEN: ERSTENS DIE GEMEINSCHAFTSAUSGABE MIT SLOWENIEN, DER MARKENBLOCK ADELSBERGER GROTTE, HHLENPOSTAMT 1899, UND ZWEITENS DER NEUE WERT LAIBACH AUS DER SERIE ALTES STERREICH.

    Die Hhlen von Postojna deutsch Adelsberger Grotte, slowenisch Postojnska jama sind die zweitgrten fr Touristen erschlossenen Tropfsteinhhlen der Welt, Datierungen abgelagerter Sedimente ergaben in wis-senschaftlichen Untersuchungen ein Alter von etwa 900.000 Jahren. Der erste Hhlenbesuch ist anno 1213

    belegt, 1818 wurden Licht und Wege situiert und neue Teile der Hhle entdeckt. Seit der Fertigstellung der Eisenbahn WienLaibachTriest 1857 erhhte sich die Zahl der Besucher be-trchtlich. Die erste Hhlenbahn fuhr ab 1872, 1914 kamen Loko-motiven mit Verbrennungsmotor zum Einsatz, 1959 wurden diese durch eine elektrische Bahn ersetzt. 1968 wurden schlielich jene auch heute noch bestehenden Wege angelegt, ber die jhrlich mehr als eine halbe Million Besucher gefhrt werden.

    Einigermaen kurios ist freilich die Tatsache, dass im ausgehenden 19. Jahrhundert ein Postamt in der Adelsberger Grotte eingerich-tet wurde. Im Postamtsverzeichnis von 1901 ist unter der Nr. 874 Adelsberg (Postojna) die Adelsberger Grotte mit einer Funote angefhrt: Briefannahmestellendienst am Pfingstmontag, 15. Au-gust, sowie an noch drei bis vier Tagen jeden Jahres. Die Teplitzer Zeitung schrieb indes am 8.9.1911: In dieser modern eingerich-teten Grotte hat auch das sterreichische Handelsministerium im Hinblick auf die hochentwickelte Ansichtskarten-Industrie ein K.k. Grottenpostamt eingebaut und wird die dort aufgegebene Post, die aus der Grotte selbst nach allen Weltrichtungen gelangt, mit einem eigenen Grottenpoststempel versehen. Zum Beweis, welcher Be-liebtheit sich diese Institution erfreut, mge nur beispielsweise an-gefhrt werden, dass in diesem Jahr anlssli